Am Mittwoch, den 4. März, war ich zu Gast bei den Mittagslesungen, einer Veranstaltungsreihe im Nürnberger Künstlerhaus. Das Format ist ebenso schlicht wie reizvoll: Der eingeladene Gast bringt ein Buch mit, über das gesprochen und aus dem gelesen wird.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Sabine Burkhardt, die das Gespräch auf sehr angenehme und unaufgeregte Weise führte. Sie spannte einen gelungenen Bogen zwischen Fragen zur Person und Fragen zum Buch und schuf damit eine Atmosphäre, in der sich Gespräch und Lesung organisch miteinander verbinden konnten.
Ich hatte Texte von Helga Schubert mitgebracht, unter anderem aus ihrer neuen Erzählsammlung Luft zum Leben sowie den Text Vom Aufstehen, mit dem sie 2020 den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen hat. Schuberts Texte zeichnen sich durch eine besondere Klarheit und eine leise, zugleich eindringliche Beobachtungsgabe aus – Qualitäten, über die sich auch im Gespräch gut sprechen ließ.
Bei der Mittagslesung waren etwa 15 bis 20 Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend, was der Veranstaltung eine konzentrierte und zugleich persönliche Atmosphäre gab. Gerade dieses kleinere Format machte den Austausch mit dem Publikum besonders angenehm.
Am späteren Nachmittag trafen Sabine Burkhardt und ich uns erneut beim Verband der Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Auch dort ergaben sich weitere Gespräche und Begegnungen.
Insgesamt war es ein sehr gelungener und runder Tag, geprägt von Literatur, Austausch und der Freude am gemeinsamen Gespräch über Texte.


